SHOUT

Michael Koch on a proposal by Denise Parizek

dedicated to Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin
Windowinstallation

I DO WHAT I SAY I AM GOING TO DO

I ALWAYS MEAN WHAT I SAY 

Photocredits by Michael Koch 2015 

 
Everybody has his believes as a basic for minimal rules in our daily social life, but till now I never had the possibility to sign a contract with that kind of content. Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin gave me the opportunity at the opening of the Biennale 2015, to sign two contracts with believes, that have been basics in my life, without mentioning it. The consciousness after signing appears and I suddenly was aware of beeing more considerate of my deeds. Now I have signed a contract and it is formal and no excuses are allowed anymore. It does not set my endeavor so much and my life has not changed in an obvious way, but I put more attention on my  behavior and operations and I am definitely  more aware of my acting and saying.
„SHOUT“ is a window installation  visualized by Michael Koch, which interact with the by passers and is attracting their interest via a mirror in the middle of the window front. Out of the corner of one´s eye the phrase appears and are creeping in the subconsciousness of the viewer, where it stays and is waiting for a new emergence. The objective is not changing the world rather than generating alertness or as good as it gets changing the point of view.


Selbst aufgestellte Glaubenssätze beziehungsweise Regeln definieren den persönlichen Handlungsbereich. Empirisch erfährt das soziale Umfeld, mit welchen Regeln der Kooperationspartner agiert und dadurch berechenbar wird. Verlässlichkeit, Loyalität, Ehrlichkeit sind 3 der Grundregeln, auf denen ich mein Leben aufbaute, ebenso wie die unmittelbare Bedeutung der ausgesprochenen Zitate:

 

Ich tue das was ich sage zu tun.

Ich meine immer das was ich sage. 

Unbewusst bestimmten diese beiden Sätze mein bisheriges Leben, ohne sie für mich definiert oder aufgeschrieben zu haben. Zur Eröffnung der Biennale 2015 in Venedig fühlte ich mich durch diese Zitate der Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin sofort angesprochen. Diese Verträge zu unterzeichnen war für mich eine befreiende Notwendigkeit. Die Idee einer unterzeichneten Vereinbarung von Grundregeln vernetzt einerseits die Gleichgesinnten, die einander im Archive der Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin finden können, andererseits manifestieren sich diese Glaubenssätze. 
Die Fragen die nach der Unterzeichnung auftauchten und mich seither begleiten sind: 
Wird sich mein Leben durch die Unterzeichnung dieser beiden Verträge ändern?
Was sind die Konsequenzen daraus?
Eine Evaluierung nach 2 Monaten ist verfrüht, eine Feststellung oder Mitteilung der Beobachtung legitim. Mein Leben hat sich nicht grundlegend verändert, was daran liegen mag, dass diese beiden Prämissen unbewusste Begleiter waren. Meine Aussagen hingegen werden bewusster gesetzt, die Konsequenzen meiner Ankündigungen sind vordergründiger  und werden mit kalkuliert.
„SHOUT“ ist eine Schaufensterinstallation, deren Inhalt von Michael Koch visuell umgesetzt wird. Den Betrachtern vor dem Schaufenster wird ein Spiegel als Verführungsobjekt zentriert zur Verfügung gestellt, sie sehen aus den Augenwinkeln die beiden Sätze und zu gleich sich selbst. Die Spiegelung des eigenen Ichs in Kombination elematarer Regeln einer sozialen Gruppe, lassen eine Reflexion des Betrachters zu, bei dem sein Unbewussten angesprochen und bestenfalls verändert wird.