5X7DOT-Matrix

by Michael Koch

Technical support by Markus Könnecke

 

Dieses Projekt beschäftigt sich mit den täglichen Abläufen des Lebens. Mit Wiederholung die Menschen vollziehen ohne ihnen noch große Aufmerksamkeit zu schenken. Es wird der Versuch unternommen, Vorgänge die wenig bewusst passieren aber sicht- bare Spuren hinterlassen, aus ihren tatsächlichen Kontext herauszunehmen und sie wieder in einen neuen Kontext einzusetzen, diese Spuren werden im Rahmen einer Ausstellung wieder mit Bedeutung aufgeladen.

This project deals with the daily surveillance as well as the new codices of the society of the 21st century. Some people believe that codes, created by big brands will replace laws and the traditional structures of our political systems. The artist Michael Koch deals with  technical interventions and political requests combined with visual apperance.

He is actually not counting all bypassers at Schleifmühlgasse 12-14, who are hundreds a day, he further more selects the people, who slow down and try to get a glimpse of the artpieces inside of the window. At the end a evaluation will show up, how many bypassers are interested in art.

Photocredits by Marcus Zobl

Bilder / Skulpturen

Wenn ich durch mein Wiener Treppenhaus gehe, habe ich mich schon sehr oft gefragt, wie viele Menschen es benötigt einen Treppenabsatz so abgenutzt aus- sehen zu lassen. Eine abgenutzte Schönheit die von vielen Menschen durch die Notwendigkeit zu ihrer Wohnungen zu gelangen geschaffen wurde.

Diese und ähnliche visuelle Aussagen von Abnutzung werde ich in der Ausstel- lung herausarbeiten. Und sie durch zb. Rahmung als klassisches Tafelbild oder als Objekt / Skulptur in den Ausstellungsraum integrieren.

Neue Medien 1 / Film Loop

Da sich in meinen letzten Ausstellungen die Verbindung mit den neuen Medien als überaus Interessantes Thema herausgestellt hat, habe ich mich entschlossen auch dieses mal zu meiner konzeptionellen Malerei, die neuen Medien mit einzubeziehen.

Film Loop / Tangente Wien / Rush Hour / mit Ton

Neue Medien 2 / Interaktion und Counting

In diesem Teil der Ausstellung werde ich mit den Menschen arbeiten, die auf dem Gehsteig die Galerie passieren. Einerseits eine unpersönliche graue Masse, die erfasst, eingeteilt und gezählt wird, und doch jede Person ein Mensch, welcher einer permanenten physischen und psychischen Veränderung unterliegt.

Die Passanten werden von einem Sensor erfasst, der die Bewegungsinformationen weitergibt, um diese im Prozessor zu verarbeiten. Hier wurde bewusst eine Unschärfe eingebaut, die ebenso bewegliche Dinge und andere Lebewesen erfasst. Diese werden im weiteren Prozess dadurch vermenschlicht.
Jeder Person wird eine fortlaufende Nummer aus einem Nummernkreislauf zugeordnet, welche auf einem Teil der Paneele  angezeigt wird. Der Kreislauf umfasst nur 99999 Nummern und erzwingt dadurch eine Wiederholung nach einer gewissen Zeit. Insoweit folgen wir Logarithmen, die täglich von uns gesammelte Information verarbeiten: Aktionen zählen, Person erfassen, Nummer zuweisen.

Da ich mir aber des vorbei eilenden individuellen Menschen sicher bin, wurde die reine unpersönliche Nummer durch ein persönliches Symbol erweitert, welches auf einem separaten Paneel angezeigt wird. Dies zusammen macht die erfasste Person wieder zu einem Unikum und wird ihr so gerecht. Selbst wenn sie stehen bleibt und in die Ausstellung schaut, dadurch mehrfach erfasst wird, werde ich nicht dieselbe Person zählen und zolle dadurch dem sich durch Neugier entwickelnden Individuum Respekt. 

Dadurch unterscheide ich mich mit der Installation von den allgegenwärtigen Algorithmen, die schon weite Teile unseres Lebens beeinflussen. 

Text Markus Könnecke und Michael Koch