Familienmomente

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Vom objet trouve zur Multimediaperformance

Das Leben jedes einzelnen Individuums wird eigens durch eine unbestimmte Anzahl an Glücksmomenten definiert. Einige diese Momente wird eine grössere Bedeutung gegeben, wie Hochzeiten, Geburtstagen, anderen weniger. Sei es nur ein schöner Abend unter Freunden oder eine Reise die uns ein wenig Glück beschert, stets sind wir bemüht, diese durch Fotografie festzuhalten. Vor allem durch die digitale Fotografie ist die Möglichkeit gegeben die für uns im Augenblick als wichtig erscheinenden Momente, Ereignisse zu konservieren. Was bewegt uns, die immer währende Angst vor dem Tod, vor der Vergänglichkeit, dass nur das besondere einen Wert besitzt, wodurch wir uns gezwungen fühlen auch die einfachen Momenten zu was Besonderem zu erheben. in meinem Projekt versuche ich diese für besonders erachteten Momente eines fremden Lebens zu stehlen. Als Ausgangspunkt dient ein altes Fotoalbum, eines Ehepaares, mit Bildern von ihren Reisen, mit den typisch künstlich gestellten Fotos vor ausgesuchten Sehenswürdigkeiten. Diesen Hintergrund zeichne ich schematisch ab, und fotografiere dann verschiedene Personen der Wiener Kunstszene davor ab. Anders als bei der Personen auf dem ursprünglichen Foto, entsteht bei mir dieser besondere Moment durch die Tatsache Teil eines Kunstprojektes zu sein und wird für jeden zugänglich.
Posieren vor einem Kunstwerk, Bauwerk, einer Sehenswürdigkeit erhebt den Abgebildeten für wenige Sekunden in eine wichtige Position. Abgebildet und reproduziert wird dieses Foto Zeuge eines absolut bedeutenden Moments des Dargestellten.
Agnes Hamvas wirft die Frage auf, wodurch sich der Einzelne und sein Wunsch nach Wichtigkeit definiert und verbindet diese Arbeit einerseits mit Warhols Ansatz „15 minutes for being famous“, als auch mit Erwin Wurms „one minute sculptures“ und der Penetranz des Selbstdarstellungsdranges des 21. Jahrhunderts..
Sie bedient dabei verschiedener Genres der Bildenden Kunst.

The life of each individual is specifically defined by an indefinite number of moments of luck. Some of these moments are given a greater importance, such as weddings, birthdays, other less. If only a great evening with friends or a trip brings us a little luck, we shall endeavor always, retain them through photography. Especially by digital photography the possibility of preserving is given to us before the moment appears as a important moment. The permanent fear of death moves us, before fugaciousness with its  special value, so we feel compelled to lift the simple moments to what special. In my project I steal these special  moments in alien`s life.

Starting point is an old photo album of a married couple, who made the typical artificially provided photos before selected attractions on their travels. I drew these backgrounds schematically and then took pictures in front of it with different people from the Viennese art scene. Unlike the people in the photo primarily, this special moment for me arises from the fact of being part of an art project.
Posing in front of a work of art for a few seconds the person
rises  in an important position. This photo, mapped and reproduced, witness a significant moment of the sitter.
Agnes Hamvas raises the question, whereby the individual and his desire defined by importance. She links this work on the one hand with Warhol's approach "15 minutes for being famous", and with Erwin Wurm's "one minute sculptures" and the penetrance of the self-representation urge the 21 . Century ..
She served there from various genres of visual art.