“Zufällige Begegnung zwischen X und Y im Raum.”

 

Agnes Hamvas und Astrid Sodomka

feat. Anna Watzinger
Music and technical support: Claudiu Vlad Ursache

http://youtu.be/zufall

Performance

„Zufällige Begegnung zwischen X und Y im Raum“ bildet den Abschluss der Performance-Trilogie
von Agnes Hamvas und Astrid Sodomka.
In diesem letzten Teil reduzieren die Künstlerinnen alle Bewegung im Raum auf zwei Bewegungsabläufe.
Während die eine nach dem Anfang oder Ende beim Abwickeln von Fadenspulen sucht, überträgt die andere die Bewegungen in die abstrakte Formensprache der Tanznotation.
Den Rhythmus erhält die Performance durch zufallsgenerierten Sound.
Auf Stille folgt Stillstand, auf Ton Bewegung.

Dieses Enden lässt den Weg nicht verschwinden, sondern dieses Aufhören bestimmt den Weg als diesen vorhandenen.
 

 

                    

 

                

               

                   

         

 


chance encounter of X, Y and space

performance

Agnes Hamvas and Astrid Sodomka complete their working series "chance encounter" with a performance where chance plays a crucial role.
All actions taking place in in the galeryroom are reduced to two predefined motion sequences. X is unspooling thread while Y  translates the movemtent into the abstract language of dance notation.
Pace and rhythm of the performance are set by random generator. Silence means stopping, noise continuing the motion-sequences.

This ending will not make the path disappear, but this stopping defines the path as this one being.


3. Teil der Trilogie/Performance



„Jedes erste Jetzt ist je ein Soeben-noch-nicht, mithin Zeit im Sinne des Noch-nicht-jetzt, der Zukunft.“ Martin Heidegger


1. “Ein zu kunstreiches Spiel”
    März, 2010

Rauminstallation

Die Suche nach dem Sinn des Lebens. Die Erfahrung der eigenen Sterblichkeit.

  


2. “Zufällige Begegnung zwischen Astrid, Agnes und Ringrohling in der Hochzeitskapelle”
     Vienna Gallery Weekend, September 2010


Weddinghappening

Sehnsucht  nach Beständigkeit
Der Versuch Unsterblichkeit zu Erlangen.




3. “Zufällige Begegnung zwischen x, y, und Raum.”
    April 2011


Sehnsucht nach Zerstörung und Selbstzerstörung.

 

ENTWICKLUNG:



Im ersten Teil, dem Labyrinth, war der Rezipient ein Teil der Installation, durch die er sich bewegen mußte. Der Performer war der Besucher und damit gezwungen, mitzumachen. Die eigene Erfahrung im Druchschreiten des Labyrinths erschließt sich erst durch die Begehung selbigen.
Die Installation im Raum.

“Raum-Zeit-Kontinuum bezeichnet in der Relativitätstheorie die Vereinigung von Raum und Zeit in einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur.”


Der zweite Teil wird vom Publikum alleine getragen, die Künstlerinnen sind ein gleichwertiger Part des Happenings. Gemeinsam wird geheiratet, wen und was jede/r will. Untertauchen in der Masse, ein Teil davon sein, gemeinsames agieren mit dem Publikum, streben nach Beständigkeit.

Die Möglichkeit für das  Publikum einen aktiven Teil zu übernehmen, sich aktiv einzubringen und mitzugestalten, der Besucher kann sich aber auch der Aktion entziehen und nur Betrachter sein.

Im dritten Teil beanspruchen die Künstlerinnen den inneren Raum für sich und ihre  Performance.

Die Trennung zwischen Publikum und Performer wird herausgearbeitet und jeder seiner ursprünglichen Position verwiesen:
Publikum ist Publikum, Performer ist Performer.
Der Betrachter hat passiv zu sein.

Der zufällige Passant kann jederzeit Publikum werden.

Dieses Enden lässt den Weg nicht verschwinden, sondern dieses Aufhören bestimmt den Weg als diesen vorhandenen.
 
Die dem Menschen immanente Zerstörung , das implizierte Scheitern, sowie das Enden und Aufhören wird im 3. Teil thematisiert.
Aus den Trümmern entstehen wieder neue Projekte.
Dadurch ergibt sich in umgekehrter Reihenfolge eine Rückführung zu traditionellen Positionen.

 
Bei allen 3 Stationen der Trilogie ist der Zufall als Generator mainfestiert.