Marcus Zobl

 
  Michael Koch

 
  Markus Grabenwöger

 
 Markus Grabenwöger

   Marcus Zobl

 

Das Ende der Unendlichen Adoleszenz

Scheitern des Erwachsenwerdens in einer hemmenden Umwelt? Krankheit oder Selbstbestimmung? Präpotenz der Mittelmäßigkeit oder Vorbote einer gescheiterten Existenz?

 

The end of the never ending adolescence

Failure of growing up in an inhibitory environment? Illness or self-determination? Preponderance of mediocrity or harbinger of a failed existence?

 

 
Adoleszenz beschreibt den Lebensabschnitt zwischen der späten Kindheit und dem Erwachsenenalter. Die genaue Bestimmung des Alters ist sowohl vom Geschlecht, der Kultur, der Ernährung und anderen Faktoren abhängig. Die Adoleszenz umfasst nicht nur die physische Reifung zum Erwachsenen, sondern vor allem auch die seelische und psychische Entwicklung zum selbständigen, verantwortungsbewussten Erwachsenen.

Adoleszenz reicht heute oft bis in das Dritte Jahrzehnt hinein und führt nicht immer zum Erwachsensein im psychologischen und soziologischen Sinne des Wortes. Gottschalch spricht 1992 dabei treffend von der unendlichen Adoleszenz.

Legendär ist der Fall eines italienischen Rechtsanwaltes der 2001 durch die Medien ging:  Jener 34jährige Rechtanwalt, der sich weigerte, aus seinem Elternhaus auszuziehen und dies mit Unzumutbarkeit begründete. Seine Eltern hatten ihm eine eigene Wohnung besorgt, die ihm aber nicht gefiel. Er prozessierte und gewann den Prozess.

Gottschalch sieht die unendliche Adoleszenz als Scheiterns des Erwachsenwerdens in einer hemmenden Umwelt an.

Gründe und Erklärungen dafür sind vielfältig und reichen von „Phänomen der Wohlstandsgesellschaft“ bis zu „Unendliche Adoleszenz als Modell zur Kompensation einer  beruflichen Reifung unter besonders widrigen Umständen“.
 
Die drei Teilnehmer dieses Ausstellungsprojektes sind Bildende Künstler, zwischen 35 und 40 Jahre Jahre alt und beziehen denkbar unterschiedliche Positionen zum Thema.

MEDIEN:

Video, Sound, Folienbilder, Installation, Objekte

  "Tower", 2011, Marcus Zobl

 

  
Markus Grabenwöger

Unendliche Adoleszenz

Scheitern des Erwachsenwerdens in einer hemmenden Umwelt. Krankheit oder Selbstbestimmung? Präpotenz der Mittelmäßigkeit oder Vorbote einer gescheiterten Existenz?

Mein Wille sei Dein Ziel

Löst die Unendliche Adoleszenz die Endliche ab, tritt das Erwachsenwerden in den Hintergrund. Das Leben als stetige Entwicklung - und im Sinne eines sich fortlaufend wiederholenden Prinzips des Aufblühens und Sterbens - wird um sich selbst betrogen. Das Leben um des Lebens Willen wird vom Willen zur Macht über das Leben abgelöst!

Was sein muß, das leide

Ist die ewige Wiederkunft Grundlage höchster Lebensbejahung, so kann es die unendliche Adoleszenz nicht sein. Unendliche Adoleszenz verursacht Leid.

Helm und Helmträger als Symptom oder Symptomträger

Erscheint das Leid unerträglich, greift manch einer zu Ersatzhandlungen und führt sehr gerne einen Symptomträgerwechsel herbei. Den „Kopf in den Partner stecken“ als Form des „Kopf in den Sand stecken“ erscheint in einer Paarschaft zumutbar bis erwünscht und sorgt für Unterhaltung.

Das Ende

Das Ende des Symptomträgers ist das Ende des Symptoms! Dies gilt in erster Linie für Angehörige der Religionsgruppen Christentum, Islam und Judentum. Hinduisten, Buddhisten und andere sind aufgrund der Bejahung der Idee von Reinkarnation ausgenommen! 

Zu spät

Das Leben nach den Gesetzen und der Grammatik des Lebens wird durch Leben belohnt. Belohnung erfahren auch jene, die stehenbleiben oder zu spät weitergehen. „Alzheimer, Krebs, Mundgeruch“ schmücken den Geschenkkorb – Viel Spaß!"
Markus Grabenwöger

   Markus Grabenwöger